Alarmierung der Feuerwehr Eisenerz!

Alarmierung früher:

Zu den früheren Möglichkeiten der Feuerüberwachung in größeren Orten, gehörte neben den Nachtwächtern die Turmwächter auf den Kirchtürmen. In den Bauraittungen der Kirche St. Oswald in Eisenerz vom Jahre 1486 finden wir bereits Hinweise für eine solche Wache auf den damals neuerstellten Turm, von dem man aus sehr leicht die drei Täler des Ortes übersehen konnte. Ein Jahrhundert später fanden die Eisengewerke des Ortes, die Radmeister, einen günstigeren Platz für die Feuerüberwachung
des Ortes, besonders aber für das Krumpental, in dem ja die meisten Schmelzhütten lagen. Der Turm hatte noch eine zweite Aufgabe zu übernehmen, die Knappen und Hüttenleute zur Arbeit zu rufen. So beschlossen sie, auf der ebenen Stelle über den Ortskern, Dorfereben genannt, einen Wacht und Schichtturm zu bauen. 1585 war der Turm so weit fertiggestellt, daß die Wache Tag und Nacht ihren Dienst versehen konnte.

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So wurden auch die Turmwächter in die Feuerordnung einbezogen, es heißt da:
Das "die Thurm-Wächter mittels eines scharfen Juraments dahin verhalten werden, das die auf gemelten Wachturm Tag und Nacht wachtbar und munter seyen." 

Eisenerz gehörte somit zu den ganz wenigen Orten, die einen eigenen Turm für die Feuerüberwachung errichteten, wenn er auch einen zweiten Zweck zu dienen hatte. Noch heute, nach fast 430 Jahren versieht der Turm mit seiner Sirene den Dienst für die Feuerwehr.

 (Quelle: Vorwort zur Chronik der FF Eisenerz von Albrecht Gfall, Festschrift 125 Jahre FF Eisenerz)